Entscheidung #1 Beständigkeit

Es ist wieder soweit. Ich habe mich ja schon daran gewöhnt.

 

Bis auf ein paar Anzeichen, hatte ich das Gefühl, dass alles so gut ist. Ich war zufrieden und alles hätte noch ein Weilchen so bleiben können. Es lief. Aber nichts, außer ein Perpetuum, läuft und läuft und läuft. Nichts ist beständig. Und das finde ich gut. Weil ich noch so viel erleben möchte. Aber ständig? Ständig die Unbeständigkeit?

Es liegt wieder eine Entscheidung vor mir.
Eine Entscheidung, die mein Leben wieder einmal in eine bestimmte Richtung lenkt.
Eine Entscheidung, den Grundstein für die nächsten paar Monate legt.
Eine Entscheidung bei der ich manches, das ich jetzt besitze, für etwas anderes eintausche.
Ob es besser wird, weiß man erst danach.

Das habe ich mittlerweile gelernt.

Trotzdem glaube ich an Gefühle und daran, dass es nichts Mächtigeres gibt. Ich glaube, dass ich tief in meinem Inneren schon längst 1000 Entscheidungen getroffen habe, an die ich jetzt noch nicht mal denke.
Weil sie das wiederspiegeln, was ich denke.
Wie ich bin.
Weil die Entscheidungen das sind, was ich bin.

Umso wichtiger ist es mir, meinem Herzen zu folgen. Irgendwie weiß ich aber nicht was mein Herz möchte.

Mein Praktikum neigt sich dem Ende zu. Vor rund einem halben Jahr habe ich mich für das Praktikum entschieden, weil ich herauszufinden wollte, was mir später (okay, mittlerweile ist es eben echt eher schon bald) beruflich gefällt. Ich war in der Vertriebsabteilung und bin meinem Ziel einen Schritt weiter gekommen, diesmal in die positive Richtung.  Ich mag nicht sagen, dass es das Beste ist, dass ich mir vorstellen kann, aber der Bereich ist das, was mich bisher am meisten anspricht.

Ich habe mega viel gelernt. Fachlich und persönlich, wie es bei einem Praktikum eben sein soll. Aufgrund von Personalmangel habe ich Aufgaben einer Festangestellten übernommen und mich durchgekämpft. Ich habe geheult und meine Schatten täglich übersprungen. Ich war stolz. Vielleicht schreibe ich mir bald einen Rückblick darüber.

Jetzt geht es aber um meine Entscheidung.

Wie ich schonmal erwähnt hatte, habe ich am Wochenende zusätzlich in einem Kaffee gearbeitet. Gut, ich bin im Praktikum nach Mindestlohn bezahlt worden. Trotzdem muss ich gestehen, dass der finanzielle Aspekt schon ziemlich ausschlaggebend war, sechs Tage die Woche zu arbeiten. Es hätte gereicht, aber ich wollte mehr. Ich will einen Kurztrip machen. Ich will Schuhe, mein gutes Make-Up und einfach gut aussehen.

Neben dem zusätzlichen Taschengeld, war es der Beruf an sich. Ich mag das Gefühl, diejenige zu sein, die einen Gast glücklich macht und die ein Cafe zu was Besonderem macht. Hört sich vielleicht ein bisschen sehr weitgegriffen und eingebildet an, aber das Bedienen gibt mir das Gefühl. Wenn ich so darüber nachdenke, ist garnicht so überraschend, dass es mir der Vertrieb angetan hat.

Vorallem aber mag ich meine Kollegen. Ich bin so oft umgezogen. Habe außer meinen zwei Freundinnen aus der Schule nur oberflächliche Freunde überall zerstreut. Ich hab das Gefühl nach einem “Zuhause” so sehr vermisst, dass ich mit meinem Freund hierher gezogen bin. Ich wollte  Wurzeln schlagen und Teil von etwas Beständigem sein. Schon während der Wohnungsbesichtigung war ich einmal als Gast in dem Cafe und die Stimmung unter den Kollegen hat es mit sofort angetan. Ich wollte genau dahin. Alles hat geklappt und ich liebe das Stück Gefühl “Zuhause”, das mit die Leute dort geben.

Aber ich kann nicht für immer im Cafe bleiben. Das will ich auch nicht.

Was mache ich also? Bleibe ich neben der Bachelorarbeit im Cafe oder bleibe ich in dem großen Unternehmen?

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Das Praktikum hat mir gut getan und ich habe auch dort liebe Bekanntschaften geschlossen. Ich darf, als Praktikant, das Team auf eine großen Messe mit vertreten. Ich fühle mich dadurch sehr geehrt und bin mega glücklich so eine Chance zu bekommen. Ich werde noch mehr lernen und erfahren. Ich werde mich nochmal weiterentwickeln. Und dabei auch noch Spaß  haben.

Danach liegt es nahe, dass ich ein halbes Jahr als Werkstudent im Unternehmen bleibe. Nebenher kann ich meine Bachelorarbeit schreiben und meine zwei letzten offenen Fächer im Studium beenden.

Das Cafe auch noch nebenher geht einfach nicht. Mein Freund und meine Freunde habe ich durch die 6- Tage- Woche genug vernachlässigt. Das darf ich mit mir selbst nicht auch noch machen.

Es geht nur eins von beidem. Aber jetzt schreibe ich und bekomme ein Gefühl. Ich glaube, ich bin schon längst auf dem richtigen Weg. Meine Gedanken und mein Herz haben mich also doch geführt. Die Entscheidung ist gefallen. Ich werde im Cafe aufhören und definitiv die Werkstudentenstelle annehmen.

Das Cafe war aber ein wichtiger ein Schritt. Ein Schritt der mir das Gefühl gegeben hat, auf dem richtigem Weg zu sein. Der mir Rückhalt gegeben hat. Aber eben nur das Gefühl. Den wirklichen Rückhalt trage ich in mir selbst. Dank der Person, die ich liebe.

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Ich möchte mich weiterentwickeln und Erfahrungen sammeln. Der Weg ist das Ziel. Veränderung die richtige Abzweigung. Das was mich Beständig hält nur eine Pause.

 

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